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Addis 24. – 26. Oktober 2008 (16. Bericht)

Donnerstag, 30. Oktober 2008 | Autor:

Heute Nacht gab es ein deutlich spürbares Erdbeben.

22. Oktober

Heute waren Franz und ich zum Mittag bei Ritters eingeladen. Anschließend ging ich direkt zur deaf school. Es stellte sich heraus, dass die Computer falsch angeschlossen waren… Naja. Von 11 Computern funktionieren 9, ein Monitor ist defekt, zwei Tastaturen kaputt und eine Maus fehlt. Ist aber ja eigentlich ein ganz guter Schnitt J

Abends packte ich meine Sachen für die zehntägige Reise, die wir morgen starten (siehe Reiseberichte).

Addis 24. – 26. Oktober 2008


24. Oktober

Heute Morgen ging ich erst einmal zu Schuerhoffs und unterhielt mich kurz mit Stephi, Thorsten, Lothar und Ulrike. Danach ging ich zu Janka. Wir entschieden uns, gemeinsam etwas zu kochen (Reis, Bananen, Avocado, Ananas und Erbsen in Kokusmilch). Vorher spielte ich noch ein wenig mit Jeri. Wir luden Jürgen ein, mit uns zu essen. Er hatte viel zu organisieren, so dass wir ihm später beim Essen Gesellschaft leisteten. Den Nachmittag verbrachte ich bei Schuerhoffs und passte abends mit Janka auf die Jungs auf. Ich rief Natalie an und gratulierte Christoph zum Geburtstag (hatte den ganzen Tag versucht, Christoph zu erreichen, aber das Netz hat mal wieder nicht funktioniert).

25. Oktober

Heute Vormittag fuhr ich mit Janka zum Sheraton, wir waren dort mit Kurt Jürgen Schmitt zum Schwimmen verabredet. Es ist schon unglaublich, wenn man die „andere Welt“ betritt. Ich kann das gar nicht beschreiben, am besten, ihr seht euch die Fotos an. Wir gingen erst einmal einen Macchiato trinken. Es fiel mir richtig schwer, mich im Sheraton „wohl zu fühlen“. Es laufen dort überwiegend Weiße herum (außer den Service-Kräften) und die Preise sind horrende. Es kostete mich regelrecht Überwindung, mit Janka das Freibad aufzusuchen. Der Eintrittspreis betrug 167 birr (ca. 15 Euro). Naja. Es war schon nett, mal wieder zu schwimmen und sich danach faul auf eine Liege zu legen und zu relaxen. Es waren 34°C und ich habe „ein wenig Farbe“ bekommen. Janka und ich teilten uns zum Mittag eine Pizza. Abends wurden wir von einem von Jankas äthiopischen Freunden auf einen Cocktail in der „office-bar“ eingeladen. Ich war mehr mit dem traumhaften Sonnenuntergang als mit der Konversation beschäftigt… Anschließend gingen wir bei einem Chinesen auf der Tele-Bole-Road essen. Das Essen war lecker, der service…-nun ja, den gab es eigentlich nicht…-war schlecht. Ich brachte Schuerhoffs noch das UNO-Spiel vorbei, das sie uns geliehen hatten, quatschte noch ein bisschen mit Ulrike und ging dann auch ins Bett.

26. Oktober

Heute Morgen frühstückte ich mit Janka. Fu-Lan kam herüber, um mich zu begrüßen, Ritters sind gestern angekommen. Nach dem Frühstück ging ich zu ihr und wir unterhielten uns, bis Jürgen kam und fragte, ob ich beim Falten der Programmzettel für den Gedenkgottesdienst für Hermann Domianus helfen könne. Ich ging zu Schuerhoffs herüber und fing sofort an. Lothar und ich unterhielten uns währenddessen über unsere Kirchengemeinden. Ich wurde spontan von Stephi zum Mittagessen eingeladen und faltete danach gleich weiter. Um kurz vor 14 Uhr ging ich zu mir, um mich schnell umzuziehen. Gegen 14.20 Uhr fuhr ich mit Thorsten und ein paar Äthiopiern nach Mekanissa (Stadtteil von Addis).

Um 15 Uhr fand ein vier-sprachiger (Englisch, Deutsch, Amharisch, Oromo) Gedenkgottesdienst für Hermann Domianus statt, der am 22. Oktober in Hermannsburg an einem Herzinfarkt gestorben ist. Hermann Domianus hatte 11 Jahre mit seiner Familie in verschiedenen Orten Äthiopiens gelebt. Er war zum Schluss in Hermannsburg (Deutschland) Referent für Äthiopien und frankophones Afrika, Leiter der Abteilung Ausland und Mitglied des Missionsvorstandes. Ich selbst habe Hermann Domianus nur bei meinem Vorbereitungsseminar kennengelernt, als er mir vieles über die Geschichte des Landes und der EECMY (Mekane Yesus Kirche) erzählte. Er sagte zu mir, ich würde die Landschaft Äthiopiens lieben… – wie Recht er damit hatte.

Der Gottesdienst war sehr „schön“ (hm, das Wort in diesem Zusammenhang ist etwas unpassend, aber ein besseres fällt mir gerade nicht ein). Es kamen Europäer, Äthiopier verschiedener Herkunft und, zusammen und trauerten gemeinsam. Es war ergreifend. Ein Kamerateam zeichnete den Gottesdienst auf. Jürgen wird die Kassetten – genau wie das Kondolenzbuch – der Familie überreichen. Er ist zur Beerdigung nach Deutschland geflogen.

Nach dem Trauergottesdienst fuhren Schuerhoffs, Podszus‘, Ritters und ich noch zum Abendgottesdienst in der Deutschen Gemeinde. Stefan teilte der Gemeinde die traurige Nachricht vom Tod Hermann Domianus‘ mit.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es noch ein Treffen im Gemeindehaus der Kreuzkirche. Ich kam mit Martin Gossens (dem Pastor der Dt. Gemeinde) ins Gespräch und unterhielt mich noch länger mit einer deutschen Familie, die ich schon öfter auf dem GHM compound getroffen hatte.

27. Oktober

Wir (Ritters, Adane und ich) verließen den GHM compound um 8 Uhr und erreichten um 12 Uhr Hossana. Wir aßen zu Mittag und von 14 – 17 Uhr machten Jan und ich Unterricht. Abends fuhr ich dann noch nach Hossana rein, um Telefonkarten zu kaufen. Ich telefonierte noch einmal etwas länger mit Natalie und fing an, meine Fotos hochzuladen. Später riefen meine Eltern noch an.

28. Oktober

Heute bereitete ich den Unterricht für die kommenden Tage vor und recherchierte einige Dinge im Internet.

29. Oktober

Heute hatten wir mal wieder mehrere Stunden keinen Strom.

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