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Addis, 15. Oktober 2008 – 20. Oktober 2008 (15. Bericht)

Dienstag, 21. Oktober 2008 | Autor:

15. Oktober 2008

Heute Morgen holten mich Dörte und Michael um 6 Uhr ab. Wir gingen gemeinsam zur Synodeneinfahrt und trafen dort auf Adane. Michael und Dörte fuhren mit dem „public transport“ zum Langano, ich wartete auf den Bus nach Addis. Zuerst kam Dörtes und Michaels Bus, meiner kam etwa 15 min später, so dass ich um 7 Uhr loskam. Eyassu, Adanes Bruder fuhr ebenfalls zurück nach Addis und hatte mir das Ticket besorgt und einen Platz freigehalten. In Butajira machten wir 20 Minuten Pause, Eyassu bestellte sich „Dabbo Firfir“ (sehr lecker) und wir sahen Dörte und Michael gerade noch, bevor ihr Bus weiterfuhr. Gegen 11.30 Uhrerreichten wir den Busbahnhof in Addis. Eyassu setzte mich noch in den richtigen Minibus und dann verabschiedeten wir uns. Gegen 12 Uhr erreichte ich den compound der Hermannsburger Mission. Ich ging gleich zu Stephi ins Büro, wo wir eine ganze Weile quatschten. Anschließend bezog ich „mein“ Zimmer, setzte mich auf die Veranda und las eine Runde, bis mir die Augen zu fielen. Ich machte einen zweistündigen Nachmittagsschlaf und setzte mich dann wieder nach draußen und las. Irgendwann kam dann erst Lothar Podszus (Martinsgemeinde Engelbostel) zur Veranda. Ich erkannte ihn sofort (Praktikum Kindergarten) und grüßte ihn auf Deutsch (ich wusste zudem, dass sie diese Woche in Addis seien, um Thorsten und Stephi zu besuchen). Er war zuerst etwas verwundert, es dämmerte ihm dann jedoch sehr schnell und er meinte, seine Frau hätte meine Berichte mit Spannung gelesen. Kurz darauf kam dann auch Ulrike. Wir unterhielten uns eine Weile. Später ging ich zu Schuerhoffs, um die Kids zu begrüßen. Jonah spannte mich gleich in den Bau seines Lego-Autos ein. Kurz darauf kam auch Joel nach Hause und gesellte sich zu uns. Auch Jeri wollte mit uns bauen. Das Ganze verlief mehr oder weniger erfolgreich J. Ich sagte den Kids noch „Gute Nacht“ und ging dann zum Gästehaus. Dort traf ich auf Janka und Laura. Wir aßen gemeinsam Abendbrot und unterhielten uns noch und Janka bot mir an, sie morgen zur „German Church School“ zu begleiten (sie absolviert dort ihr Berufspraktikum).

16. Oktober 2008

Heute Morgen frühstückte ich mit Janka und Laura. Gegen 8.30 Uhr ließen wir uns von Ephraim mit in die Stadt nehmen und fuhren dann zur „German Church School“. Janka zeigte mir das Gebäude, stellte mich ihren Kolleginnen und Kollegen vor und erzählte mir über die Schule (extra Seite „SOZIALE PROJEKTE“ folgt in Kürze). Um 12 Uhr trafen wir uns mit Laura und fuhren erst einmal zum National Theater, um in einem Café etwas zu essen. Ausnahmsweise bestellte ich mal nichts Äthiopisches sondern einen Burger. Danach fuhren Laura und ich mit einem „contract-Taxi“ zum Gästehaus der „hope for children“. Dort war Laura mit dem coordinator verabredet. Er konnte selbst allerdings nicht kommen, um uns abzuholen, so dass seine Frau uns mit einer Angestellten zum Hauptsitz schickte. Dor wurden wir vom coordinator begrüßt und er erzählte uns viel über die Einrichtung (Bericht erfolgt in Kürze unter „soziale Projekte“). Nachdem unsere Fragen beantwortet waren, führte er uns herum. Ein weiterer Angestellter führte uns dann noch zu einem der angeschlossenen Wohnhäuser, in dem 7 junge Frauen wohnen. Direkt im Haus gibt es auch einen Näh-Raum, der mit mehreren alten Singer-Nähmaschinen (mit Fußtrittmechanismus) ausgestattet ist. Nach der Führung schrieben wir noch in das Gästebuch und gingen mit dem angestellten wieder zurück. Am „St. Georg“ bedankten und verabschiedeten wir uns. Laura und ich kehrten noch in einem Café ein, bevor wir mit dem Mini-Bus zum compound zurück fuhren.

Auf dem compound tranken wir Janka Saft auf der Veranda, als eine kleine Delegation Deutscher zu uns stieß. Wir unterhielten uns eine Weile mit ihnen. Kurz darauf kam Kurt Jürgen Schmitt noch vorbei und wir aßen alle zusammen im Gästehaus Abendbrot. Um 19.30 Uhr trat ich meinen Dienst zum Kinderhüten bei Schuerhoffs an, das hatte ich angeboten. Zum Einen, weil ich es gerne mache und zum Anderen, um endlich meine Berichte auf den aktuellen Stand bringen zu können (habe seit fast zwei Wochen nicht mehr geschrieben…).

17. Oktober 2008

Heute Morgen ging ich zu Schuerhoffs, um Stephi etwas bezüglich des Internets zu fragen. Ich spielte dann noch mit Jeremia und unterhielt mich länger mit Ulrike Podszus, die gleichzeitig mit Jonah spielte. Anschließend setzte ich mich auf die Veranda. Ich schrieb meinen ersten „traditionellen“ Brief und las. Währenddessen hörte ich –wie sooft in Addis – den Muzin. Da der Briefumschlag nicht klebte und ich kein Tesafilm parat hatte, entschloss ich mich kurzerhand, den Brief zu zu tackern… . Nachmittags trafen Laura und ich uns mit Teddy, einem äthiopischen Freund Jankas. Teddy fuhr mit uns zur Piazza, wo wir auf Janka warteten. Von dort aus fuhren wir zum Merkato. Laura war noch nie dort und so begann eine Odyssee durch die Souvenirshops, die wir später auf der Churchill-Road fortsetzten. Abends gingen wir dann im Ambassador Park essen. Hermann aus Tchallia stieß noch zu uns und fuhr anschließend mit uns zurück zum GHM compound.

18. Oktober 2008

Um 9 Uhr war ich mit Laura zum Frühstück verabredet. Gegen halb 10 Uhr rief mich Teddy an und meinte, er hole mich in 10 Minuten ab… Wir fuhren zum Ethnologischen Museum (der ehemalige Palast Meneliks ist heute Universitätsgelände). Das Museum ist sehr interessant, der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt. Anschließend fuhren wir zum National Theater und aßen dort in der Nähe zu Mittag. Danach hatte Teddy ein meeting, im Hotel nebenan. Ich kümmerte mich derweil um meine Rückfahrt, denn Klaus hatte mir mitgeteilt, dass er erst am Montag zurückführe und keinen Platz mehr frei hätte. Beim public transport wurde mir mitgeteilt, dass die Plätze Sonntag alle voll wären, da der Bus heute nicht fahren konnte (er sei kaputt). Ich versuchte Jürgen und Ritters zu erreichen. Letzteres gelang schließlich und Stefan meinte, es sei okay, wenn ich am Montag mit Behrends nach Hossana kommen würde. Als ich zum compound zurück kam, waren Hermann und Laura immer noch dort. Sie waren noch am Packen und kamen letztendlich gegen 17.30 Uhr los. Schuerhoffs waren seit gestern unterwegs, so dass Stephi mich gebeten hatte, mich ein bisschen um die russischen Gäste, die heute ankommen sollten, zu kümmern und ihnen mitzuteilen, dass sie die Tickets hätte und heute Abend wiederkäme. Ich tat mein Bestes und stellte bald fest, dass die Russen aus Tschechien kamen… Als Schuerhoffs zurück waren, ging ich mit den beiden Frauen zu Stephi. Für morgen bin ich bei Schuerhoffs zum Frühstück eingeladen.

19. Oktober 2008

Gegen 10 Uhr frühstückte ich mit Stephi. Anschließend setzten wir uns mit Jeri in den Garten. Ich baute mit Jonah und Joel ein Zelt auf, übte mit Joel lesen und las Jonah Geschichten vor. Zwischendurch versuchten Stephi und ich Jeri das Krabbeln beizubringen. Ich bekam einen Anruf von meinem Nachbarn Franz, der wissen wollte, ob ich die Sachen, die meine Eltern ihm geschickt hatten, sofort bräuchte (er ist gestern Abend aus Deutschland gekommen), er sei ja auch gerade in Addis.

Nachmittags kamen Ulrike und Lothar noch bei Schuerhoffs vorbei. Wir tranken Kaffee und unterhielten uns. Anschließend wollten wir alle zusammen essen fahren. Wir fuhren erst auf den Entoto und hatten das Glück einen paradiesischen Sonnenuntergang zu erleben. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, so dass ich auf Lothars Fotos angewiesen bin.

Wir fuhren schließlich ins „Blue Top“. Thorsten und ich bestellten Wot, der Rest aß Nudeln oder Pizza. Während wir auf das Essen warteten, spielten Ulrike, Stephi und ich mit Jonah und Joel Uno.

20. Oktober 2008

Um 7:30 Uhr machte ich mich mit dem Minibus auf zur Piazza. Von dort aus fuhr ich mit einem „contract“-Taxi zu Behrends. Dort frühstückten wir noch, packten dann das Auto und machten uns auf den Weg nach Hossana. David und Simon saßen hinten beim Gepäck, Hanna, Sarah (Nichte von Henning) und ich saßen hinten, Julia (Nichte von Henning), Ursel und Henning saßen vorne. Wir brauchten –Dank des regen Verkehrs – über eine Stunde, um aus Addis herauszukommen. Wir machten dann noch einen Abstecher zu der Ausstellung in Melka Kuntura (Ausgrabungsstätte), ca. 50km südlich von Addis, aßen dann alle zusammen in einem Hotel in Butajira zu Mittag und erreichten gegen 16 Uhr den compound in Hossaina. Wir entluden das Auto und besichtigten danach gemeinsam den compound (Behrends hatten hier lange gelebt). Um 18 Uhr waren wir alle bei Ritters zum Kaffeetrinken eingeladen. Wir waren kaum dort, fiel der Strom aus, aber das machte uns nichts. David und Simon bereiteten ihr Lager für die Nacht in meinem „Büro“. Danach gingen Behrends bei Bekannten essen. Später kamen die Mädels und die Jungs noch bei mir vorbei, da es bei mir wesentlich heller war(durch den Kerzenständer) als im Gästehaus, wo die Mädels schliefen.

21. Oktober 2008

Heute Morgen weckte ich die Jungs um 7 Uhr. Gegen 7.30 Uhr machten wir mit den Mädels einen Spaziergang, bis Henning und Ursel kamen. Um 9 Uhr machten Jan, Tobi und ich Unterricht, wobei Tobi um kurz vor 10 Uhr von Stefan abgeholt wurde.

In der deaf school fand heute wieder kein Computerkurs statt, der hauptverantwortliche Lehrer war nicht anwesend. Ich begleitete Heidi in ihre Näh-Klasse. Morgen starten wir einen neuen Versuch (bezügl. Computer). Nachmittags holte ich meine Anziehsachen von Franz ab und später waren wir bei Klaus zum „Polterabend“ eingeladen. Es gab Ziegenfleisch und Wot. Es war eine nette Runde (seine Mutter und Freunde waren „zufällig“ gerade zu Besuch in Äthiopien) und ein netter Abend.

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2 Kommentare

  1. 1
    circusclown ;) 

    hey,
    also entweder bin ich zu dämlich oder bericht 14 fehlt… es sei denn, die 14 ist in äthiopien eine unglückszahl wie hierzulande die 13, weswegen hochhäuser gelegentlich mal keinen 13. stock oder hotels kein zimmer nr. 13 haben… dann wäre es absicht, aber nichts desto trotz irritieren.

  2. 2
    admin 

    Bericht 14 steht schon seit den 15.10. hier drin, konnte wegen Fehler in der Formatierung nur nicht angezeigt werden.

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