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18. Bericht

Montag, 17. November 2008 | Autor: birte

Samstag, 8. November 2008

Heute Vormittag machte ich mich auf den Weg zu Semenesh. Ich begegnete einer Gruppe Kinder, die mir zaghaft ihre Hände entgegen streckten. Sie fragten mich nach meinem Namen und als ich ihn sagte, sprachen sie ihn nach. Sie lächelten und winkten mir nach. Komisch, obwohl ich das j nun schon oft erlebt habe, ist es immer wieder schön, zu sehen, wie glücklich es die Kids macht, wenn man einfach nur freundlich zu ihnen ist.
Semenesh und ihre Geschwister begrüßten mich freudestrahlend und zeigten mir stolz ihr neues zu Hause. Wir unterhielten uns eine Weile und gingen dann gemeinsam einkaufen. An der Post war ich anschließend mit Franz verabredet, um eigene Einkäufe zu erledigen. So kaufte ich mal wieder ein paar Schläuche für meinen Boiler, eine Kiste Getränke und eine Wassertonne. Zu Hause testeten wir die Schlüssel für den Regenwasserspeicher und ich badete erst einmal meine Füße darin.
Später druckte mir Franz noch ein paar Noten aus und ich ging Klavier spielen. Abends kochten wir gemeinsam und sahen einen Film.

Sonntag, 9. November 2008

Nachdem ich ausgeschlafen hatte, schrieb ich einen Bericht für meine HP, bereitete den Unterricht für die kommenden Tage vor und ging dann hinüber zu Franz. Wir beschlossen, bei mir auf der Veranda Kaffee zu trinken. Später kam Adane noch vorbei und ich telefonierte abends mit Marko und René.

Montag, 10. November 2008

Nach der Schule aß ich auf der Veranda zu Mittag, Tago hat endlich mal wieder  äthiopisch für mich gekocht. Anschließend fuhr ich nach Hossana rein, um Karteikarten zu kaufen. So etwas gibt es hier nicht, aber sie schnitten mir DinA4 Karton in Karteikartengröße. Wieder zu Hause, schrieb ich meine amharischen Vokabeln auf die Karteikarten. Später kam Jürgen vorbei, um mich darüber in Kenntnis zu setzen, dass wir morgen Regionaltreffen hätten. Nach einemkurzen Stromausfall las ich mal wieder  mein Buch weiter.

Dienstag, 11. November 2008

Heute holte Jürgen mich nach der Schule ab und wir fuhren ins Heme-Hotel, wo wir mit Ritters zum Essen verabredet waren. Wir aßen mal wieder „special tibbs“. Nach dem Essen fuhren wir dann gleich zu Jürgen und begannen mit dem Regionaltreffen. Kurz darauf traf auch Jens Steuernagel (ein Kollege aus Zeway) ein. Kurz vor Ende des Regionaltreffens ertönten die Schreie von Tobi und Jan, die alleine zu Hause gespielt hatten. Wir rannten alle zu Ritters. Tobi hatte sich am Gras tief in den Finger geschnitten. Später gab mir Jürgen noch Schokolade und Marzipan, die er von Deutschland importiert hatte…  Abends blieb der Strom dann mal wieder etwas länger weg. Ich telefonierte mit Stephi und schickte Adane fort, der mal wieder nach mir schauen wollte.

Mittwoch, 12. November 2008

Nach der Schule aßen Heidi und ich bei Ritters und machten uns dann gemeinsam auf den Weg zur deaf school. Anschließend setzte ich mich in die Sonne und las. Später kam Adane vorbei und abends beschäftigte ich mich malwieder mit meinen amharischen Karteikarten.

Donnerstag, 13. November 2008

Nach dem Mittagessen fuhr ich mit dem Dreirad-Taxi zu Emnet. Sie hatte mich gebeten, mein “Ferenji”-Haar flechten zu dürfen, da es eine andere Konsistenz hat als afrikanisches Haar. Im Beautysalon ihrer Mutter warteten bereits 5 andere Mädels, die ihr gern helfen wollten. So flochten also 6 Mädels mein Haar. Es dauerte volle 5 Stunden und mein Nacken tat hinterher total weh. Aber die Mädels hatten Spaß und ich hab jetzt Rasta-Zöpfe, ohne etwas dafür zu bezahlen, vom Material abgesehen. Abends ging ich dann noch auf ein Bierchen zu Franz und wir machten eine kleine Fotosession…

Freitag, 14. November 2008

Um 13.15 Uhr machte ich mich mit Klaus auf den Weg nach Addis. In Butajira tranken wir Kaffee und erreichten das Gelände der Hermannsburger Mission um 17.40 Uhr.

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