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17. Bericht

Freitag, 7. November 2008 | Autor:

5. November 2008

Letzte Woche Donnerstag blieb der Strom von 17 Uhr bis 22 Uhr weg.

Nachdem ich letzte Woche ein bisschen geschwächelt habe (ich fühlte mich irgendwie matschig, aber nicht richtig krank) und nach dem Unterricht zu Hause blieb, kam am Samstag (1.11.) Adane bei mir vorbei, um zu sehen, ob es mir gut ginge. Er hätte mich solange nicht gesprochen. Total nett. Er konnte nicht lange bleiben und meinte daher, er würde am Sonntag (2.11.) nach der Kirche wiederkommen. Das tat er auch. Wir tranken Tee und unterhielten uns. Anschließend gingen wir zu ihm, um ein Werkzeug zu holen, um meinen Boilerschlauch mal wieder auszuwechseln (Die Alternativlösung bei Franz zu duschen, der zurzeit in Addis ist, hat sich erledigt, da der Duschschlauch gestern kaputtgegangen ist –Nein, ich habe nicht randaliert!). Auf dem Weg zu ihm begegnete uns Emnet, die mich ebenfalls besuchen wollte. Ich vertröstete sie auf Montag. Als wir bei Adane ankamen, regnete es mal wieder in Strömen, so dass wir zwei Stunden bei ihm saßen und uns unterhielten. Anschließend brachte er mich nach Hause und reparierte in der Dunkelheit meinen Wasserschlauch.

Am Montag(3.11.) kam Emnet vorbei und brachte mir ein bisschen Amharisch bei. Wir vereinbarten, dass sie jetzt immer montags und donnerstags käme, um mich zu unterrichten. Als ich sie fragte, was sie dafür nähme, war sie fast beleidigt und erwiderte, dass es ihr ein Vergnügen sei, mir Amharisch beizubringen. Für sie sei es ein Zeichen der Freundschaft.

Emnet war kaum gegangen, da stattete mir Adane einen weiteren Besuch ab, um zu sehen, ob der Schlauch seinen Dienst noch erfülle. Er lud mich zum Essen ein, allerdings zog ich es vor, den Abend zu Hause zu verbringen.

Am Dienstag (4.11.) unterrichtete ich das erste Mal an der Gehörlosenschule. Was ich dort erlebte, und was ich dort in Zukunft erlebe, könnt ihr im Menu unter „deaf school“ nachlesen. Anschließend fuhr ich mit Heidi (der Finnin von der Gehörlosenschule) zur Post. Sie lud mich ein, Mittwoch nach dem Computerkurs zu ihr zu kommen.

Heute aßen Mirja (Finnin vom compound) und ich bei Ritters. Mirja teilte mir mit, dass ich mir heute Abend den Schlüssel für das Haus holen könne, in dem das Klavier steht.

Nach dem Essen ging ich zur deaf school. Auf dem Weg traf ich Kes Salomon und seine Frau, die mich fragten, wann ich Semenesh mal wieder besuchen käme. Wir vereinbarten, dass ich am Samstag (8.11.) vorbeigehe und mit Semenesh Lebensmittel einkaufe. In der deaf school wunderte mich, dass keine Kids zum Unterricht kamen. Kurz darauf fiel der Strom aus. Ich rief Heidi an und fragte, was ich tun solle. Sie meinte, ich solle zu ihr kommen. Das tat ich auch. Allerdings suchte ich vorher noch meinen co-Lehrer auf, um ihm a) den Schlüssel für den Unterrichtsraum zurück zu bringen und b) mit ihm zu besprechen, was wir den Kids beibringen wollten. Ich bekam zur Antwort, dass er mir da völlig freie Hand lasse… . Mittlerweile funktionierte der Strom wieder.

Da Heidi derzeit krank ist, unterrichtete sie ihre Kurse zu Hause. So sahen die Kids einen Film über das Frisieren (Stummfilm), während wir uns unterhielten. Nachdem die Kids gingen, tranken wir Kaffee und unterhielten uns bis 17.30 Uhr. Beim Abschied meinte Heidi, ich sei jeder Zeit herzlich willkommen. Sie lud mich auch ein, an den Spaziergängen mit Mirja teilzunehmen. Außerdem gab sie mir ein paar DVDs mit.

Auf dem compound ging ich gleich bei Mirja vorbei, traf sie jedoch leider nicht an. Ich ging zu mir und schrieb ihr eine kleine Notiz. Als ich diese vor ihre Tür legen wollte, traf ich sie auf dem Weg. Sie unterhielt sich mit Adane. Der Strom fiel mal wieder aus, aber dennoch ging sie mit mir zu dem Haus, in dem das Klavier steht, so dass ich es ausprobieren konnte. Sie übergab mir den Schlüssel, den sie erst wieder braucht, wenn sich Besuch ankündigt. Sie melde sich dann bei mir. Wir gingen wieder zurück und unterhielten uns etwa eine halbe Stunde. Gerade als wir uns verabschiedeten, gingen auch die Lichter wieder an.

6. November

Heute bastelten wir in der Schule eine Laterne. Jan hat sich für eine Laterne in Herzform entschieden. Emnet kam um 16 Uhr vorbei und übte 1,5 Stunden mit mir amharische Vokabeln. Anschließend ging ich ein bisschen Klavier spielen, ich kam erst zwei Stunden später wieder zurück. Mein Schlauch vom Boiler ist schon wieder abgegangen…

7. November

Die Laterne wurde heute zu Ende gebastelt. Nach der Schule setzte ich mich auf meine Veranda, genoss die Sonne und schrieb ein paar Postkarten. Später kam mein Nachbar Franz aus Addis zurück. Wir unterhielten uns eine ganze Weile, dann ging ich Klavier spielen und traf auf dem Weg noch Kes Salomon. Abends kochten Franz und ich zusammen und sahen dann einen Film.

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