22. Bericht
Donnerstag, 15. Januar 2009 | Autor: birte
Für die Zeit vom 1.1. – 7.1. bitte im Menu den Bericht „Jahreskonferenz Langano“ lesen.
Mi, 7.1.
In Addis angekommen verfrachtete ich mein Gepäck in „meinem“ Zimmer und begrüßte Herrn Kohrs (Geschäftsführer ELM). Während er mit Stephi und Thorsten ein Gespräch hatte, passte ich auf Jeri auf und eckte mit Joel an. Wir konnten unsere Auseinandersetzung aber klären. Abends fuhr ich dann noch mit Christel tanken und anschließend waren wir bei Mulu (das ist eine Angestellte auf dem GHM compound) zum Abendessen eingeladen. Die bunte Lichterkette am Tannenbaum machte darauf aufmerksam, dass heute Weihnachten war (den Weihnachtsgottesdienst, der von Dienstagabend bis heute Morgen gedauert hätte, hatte ich mir ja geschenkt). Das Essen bei Mulu war super lecker, aber viel zu viel. Todmüde fiel ich gegen 22 Uhr in mein Bett.
Do, 8.1.
Vormittags fand ein Mitarbeitergespräch mit Herrn Kohrs statt. Im Anschluss daran aßen wir alle gemeinsam Mittag. Später fanden Einzelgespräche statt. Ich passte eine Weile auf Balian auf und spielte mit ihm im Sandkasten. Ihm passierte ein kleines Malheur. Wir hatten gerade soweit alles geregelt, als seine Mama aus dem Gespräch kam. Was für ein timing J Ich krökelte dann noch eine Weile mit Joel und Jonah, beschäftigte mich anschließend mit Jeri und half Thorsten dabei, den Tannenbaum abzuschmücken. Gegen 19.30 Uhr fuhren Hermann, Stephi und ich zum „top view“ Restaurant, wo wir mit Katrin und Jens verabredet waren. Wir aßen so viel, dass wir beinahe platzten.
Fr, 9.1.
Heute Morgen bekam ich einen sehr schönen Armreif von Ritters geschenkt, ein weiteres Weihnachtsgeschenk. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Vormittags tauschten Eva und ich Fotos und gegen Mittag fuhr ich mit Christel ein paar Einkäufe erledigen. Direkt im Anschluss traf ich mich mit Jens und Stephi anlässlich der Planung für die Ausstellung zum 50 jährigen Bestehens der EECMY (die nächstes WE stattfinden soll). Später „hütete“ ich noch einmal Jeri n und spielte mit ihm im Sandkasten.
Sa, 10.1.
Heute fuhr ich mit Stephi und den Kids zum Schwimmen im Sheraton. Dort angekommen, mussten wir erst einmal den linken Vorderreifen wechseln. Wie gut, dass immer gleich Servicekräfte zur Stelle sind. Wir aßen im Freibad auch zu Mittag (man gönnt sich ja sonst nix J, war aber sehr lecker) und verbrachten einen wundervollen Tag. Gegen 16.30 Uhr fuhren wir zurück. Da die Jungs noch nicht müde waren, krökelten wir noch mit einem deutschen Nachbarsjungen. Später aßen wir Obst zum Abendbrot und ich las den Kids noch eine Geschichte vor. Anschließend ging ich mit Stephi ins Büro, um meine Kosten zu begleichen. Hermann stieß zu uns und gemeinsam verbrachten wir alle drei den Abend im Büro.
So, 11.1.
Um 9.45 Uhr fuhr ich mit Stephi und den Kids zum Gottesdienst in der deutschen Gemeinde. Da ich um 11.30 Uhr mit Klaus am Megabuilding verabredet war, musste ich den Gottesdienst leider frühzeitig verlassen und mit dem contract-taxi zum Treffpunkt fahren. Es hat aber alles gut geklappt, so dass wir gegen 16 Uhr Hossana erreichten. Ich holte mein Langano-Gepäck inklusive Hausschlüssel von Ritters ab. Ich schloss mein Haus auf und fiel aus allen Wolken: Ich wurde durch eine Ameiseninvasion begrüßt. Die Viecher sind riesig. Zugegeben: JETZT verstehe ich auch, warum die Kids immer so kreischen, wenn sie von den Viechern gebissen werden… Das tut echt ganz schön weh!Ich sprayte Insektengift ohne Ende , die Viecher waren ÜBERALL! Ich bekam selbst kaum noch Luft und musste mich sogar übergeben.
Mo, 12.1.
Heute übernahm meine Angestellte die Bekämpfung der Ameisen. Es stellte sich heraus, dass sie sich nicht nur bei mir SEHR wohl fühlten, sondern auch in der Schule. Abends gab es mal wieder einen Stromausfall, den ich dazu nutzte, von 18-22 Uhr zu lesen.
Di, 13.1.
Die Bekämpfung der Ameisen war leider nicht sehr erfolgreich. Meine Angestellte verbrachte wieder den gesamten Vormittag damit, sie zu beseitigen. Wir machten wieder draußen Unterricht. Nachmittags ging ich zur deaf school, während meine Angestellte und der Gärtner von Ritters mein Haus und die Schule auf den Kopf stellten und putzten (Bericht über mein dramatisches Erlebnis an der deaf school heute unter „deaf school“). Als ich wiederkam, bekämpften Fu-Lan, ein Bekannter und ich die Ameisen mit Seifenlauge, Eukalyptuszweigen und Kerosin.
Mi, 14.1.
Es scheint geholfen zu haben, keine Ameisen weit und breit. Dennoch machten wir draußen Unterricht, der Gestank war deutlich zu vernehmen. Meine Angestellte hatte endlich Zeit meine Schmutzwäsche zu waschen, es war ein richtiger Berg (Wäsche von 2 Wochen eben). Nachmittags ging ich zur deaf school. Heute gab es keinen besonderen Zwischenfall. Abends beschäftigte ich mich mit der Aktualisierung meiner Internetseite.
Do, 15.1.
Pustekuchen. Ein paar wenige Ameisen haben den Weg zurück gefunden. Meine Angestellte kümmerte sich umgehend darum. Nach der Schule stellte ich Fotos online, was bei der super genialen Verbindung glatt den ganzen Nachmittag dauerte und ich bin immer noch nichtdazu gekommen, die Dezember-Fotos hochzuladen… Naja, was soll’s. Es gibt schlimmeres… Zum Beispiel die Tatsache, dass die Ameisen zurück sind!!! Habe die Luft wieder verpestet. Wie ungünstig, dass wir morgen bis Montag nach Addis fahren. Ich werde Franz bitten, die Viecher in Schach zu halten. Nicht, dass ich Montag mein Haus nicht wieder finde….
Eben tätigte ich noch einen Geburtstagsanruf und gleich geht es ins Bett.
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