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27. Bericht

Montag, 23. Februar 2009 | Autor:

17.2.2009

Heute Nachmittag ging ich wie üblich zur Gehörlosenschule. Nachdem ich 20 Minuten gewartet hatte, ging ich zum Office und fragte, ob heute keine Schüler für den Computerkurs da seien. Die Lehrerin schaute auf ihren Plan und schickte dann ein taubstummes Kind los. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis der Klassenraum gefüllt war. Kurz vor Ende des Unterrichtes kam mein co-worker herein, sagte „good afternoon“ und verließ den Raum wieder. Als ich kurz darauf den Raumschlüssel abgeben wollte, waren bereits alle Büroräume verschlossen und bis auf zwei Lehrkräfte im Lehrerzimmer keine Menschen mehr zu sehen.

Ich schaute anschließend kurz bei Franz vorbei und las. Später surfte ich noch ein wenig im Internet.

18.2.2009

Heute Nachmittag aßen Franz und ich bei Ritters Mittag. Als ich zur deaf school kam, wollte ein Kind für mich den Schlüssel holen. Es kam -ohne Schlüssel wieder. Ich überlegte, wie ich herausfinden könne, was mit dem Schlüssel sei. Das Kind war jedoch so clever und schrieb mir auf einen Zettel, dass wir noch ein paar Minuten warten sollten, mein co-worker würde den Schlüssel bringen. Die Schüler hatten allerdings weniger Geduld als ich und so lief ein weiterer Schüler zu den Büros. Kurz darauf kehrte er mit dem Schlüssel wieder. Ich ließ die Schüler wieder einen Text abschreiben, mit allen Zeichen und bat sie, auch die Formatierungen zu beachten. Das hat ziemlich gut geklappt. Trotzdem hoffe ich, dass das whiteboard bald wieder zur Verfügung steht… . Zu Hause beendete ich mein Buch, rief meine Mails ab, schaute einen Film und chattete dann noch eine Weile.

19.2.2009

Nach der Schule bereitete ich meinen Unterricht vor und rief meine E-Mails ab. Nachmittags kam Emnet vorbei. Fu-Lan rief an, um mir zu sagen, dass Jürgen und sie es nett fänden, zusammen Abendbrot zu essen. Vorher kam Franz noch bei mir vorbei. Ich telefonierte noch mit Thorsten in Addis und setzte Tee auf. Wie vermutet stellte sich um 18 Uhr ein Stromausfall ein. Das Essen fand bei Ritters, im Kerzenschein statt. Es war ein sehr netter Abend. Als wir wieder Strom hatten, ging ich kurz online und ging dann ins Bett.

20.2.2009

Heute beendeten wir in der Schule das 3. Quartal. Den Nachmittag verbrachte ich mit der Vorbereitung des 4. Quartals so wie im Internet (Jobsuche). Abends schaute ich einen Film.

21.2.2009

Heute Morgen kam Franz zu mir herüber, um mit mir ein paar Dinge für den Projektantrag, den ich verfassen soll, zu besprechen. Anschließend fuhren wir nach Hossana rein und kauften Obst und Gemüse. Später entschieden wir uns, einen Spaziergang zu machen. Es wurde daraus eine kleine Wanderung von etwa 3 Stunden. Wir liefen am Fluss (Bach) entlang, über Wiesen und Felder, bergauf und bergab, durch Büche und Sträucher. Es war ein ruhiger Weg, wir begegneten nicht vielen Einheimischen. Nur an der Brücke kamen uns viele Äthiopier entgegen. Sie kamen vom Markt. Frauen und Esel transportierten z.B. Strohmatten, ein Junge trug ein lebendiges Huhn kopfüber an den Füßen. Die Frauen baten darum, fotografiert zu werden und ich erfüllte ihnen diesen Wunsch. Anschließend traten wir den Rückweg an. Ich hatte leichte Kopfschmerzen, hatte den Tag über viel zu wenig getrunken. Zurück auf dem compound kehrten wir bei Franz ein und tranken Wasser. Anschließend lief ich noch eine kleine Runde, sprang Seil und machte ein paar Dehnübungen… danach gönnte ich mir ein ausgiebiges Bad und schaute dann noch einen Film.

22.2.2009

Heute Morgen rief mich Stephi an. Wir unterhielten uns, bis ich aus der Leitung geworfen wurde… Kurz danach kam Franz herüber und fragte, ob wir heute mal in die andere Richtung den Bach entlang laufen wollten. Ich sagte zu. Vorher kochte ich mir allerdings Couscous mit Banane, Ananas, grünen Chilischoten, Apfel und Tomate. Auf das Rührei zum Frühstück musste ich nämlich leider verzichten, da die Eier nicht gut waren. Danach marschierten wir los. Anfangs wurden wir noch von Einheimischen angebettelt, aber das legte sich recht bald. Wir liefen auf Wiesen am Bach entlang. Ich übersah ein Loch und legte mich lang, ist aber nichts passiert. Wir schlugen uns durch Büsche (und zogen uns ein paar Kratzer zu) und machten Spaßaufnahmen an einer Holz“brücke“, die über den Bach führte. Wir mussten eine Schlucht (vom Wasser ausgespült) überwinden undsprangen von einer Seite zur nächsten. Insgesamt war der Weg heute nicht so lang wie der gestrige, aber dafür war er mit mehr Hindernissen ausgestattet. Wir genossen die warme Sonne auf unserer Haut. Zu Hause tranken wir wieder Wasser und aßen einen Apfel. Dann ging ich nach Hause und duschte. Ich rief Stephi noch einmal an, um ihr einen guten Flug zu wünschen und erreichte auch Silke in Addis endlich. Anschließend zog ich Fotos auf den PC und brachte Franz einen Fotoapparat zurück. Später schaute ich noch einen Film. Jetzt bin ich im Internet, aber die Verbindung ist leider sehr langsam, so dass ich diesen Bericht und die Fotos erst morgen reinstellen werde.

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Ein Kommentar

  1. 1
    Dörte 

    Hey,
    fliegt Stephi nach Deutschland?
    Und kriegst du noch Unterricht von Emnet?

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