30.Bericht
Freitag, 27. März 2009 | Autor: birte
TADIYAS!
Mit etwas Verspätung jetzt das UPDATE der Homepage… Die Stromausfälle werden häufiger und dauern jetzt ganze Tage, auch das Wasser bleibt manchmal weg. Es hat zwar die letzten Tage ein paar Male getröpfelt, aber das kann man beim besten Willen nicht als REGEN bezeichnen. Für die Ernte kommt die kleine Regenzeit zu spät…
Neue Fotos im Fotoalbum: März Addis, März Hossana, bei der deaf school sind neue hinzugekommen, ebenso beim Unterricht.
Freitag, 13.3.2009
Heute fuhr ich mit meinem Nachbarn Klaus nach Addis. Auch dieses Mal kamen wir an einem auf der Seite liegenden LKW und kurz darauf an einem verunglückten public transport Bus vorbei – da freut man sich auf die geplante Rückfahrt im public transport in der darauffolgenden Woche
. Nachmittags erreichten wir den compound in Gulele. Ich verstaute meine Sachen und begrüßte dann kurz Silke, bevor Stephi mich rufend begrüßte. Ich ging zu ihr herüber und unterhielt mich eine Weile mit ihr und Ute. Die Kids durften, da es so heiß war, kurz unter dem Gartenschlauch hindurch springen. Stephi hatte Jeri auf dem Arm. Als er mich sah, streckte er die Arme aus und wollte auf meinen Arm. Abends war ich bei Schuerhoffs zum Essen eingeladen. Ich las den 4 Kids (2 Besucherkinder) eine Geschichte vor und unterhielt mich anschließend noch eine ganze Weile mit Stephi und Thorsten.
Samstag, 14.3.2009
Heute Morgen fuhr ich mit Stephi und den Kids zu einem Basar, auf dem selbst gemachte Ketten und Spiegel verkauft wurden. Wir trafen Freunde von Stephi. Wir legten zusammen und kauften Stephi ihr Geburtstagsgeschenk, das sie allerdings erst im Mai bekommen wird. Auch ich habe mir eine Kette gekauft. Nach dem Basar fuhren wir zurück zum compound, wo wir Mittag aßen. Anschließend tranken wir im Garten Kaffee, Ute kam, um Linus abzuholen und später kam Fu-Lan noch dazu. Es war eine nette Runde und ein sehr netter Nachmittag. Abends fuhren Thorsten, Stephi und ich zum „Garden Bräu“, einem deutschen Biergarten, wo wir mit Katrin und Jens verabredet waren. Das Essen war sehr lecker – sie hatten mich vergessen, so dass ich in den Genuss kam, bei jedem kosten zu dürfen. Als mein Essen kam, war ich fast satt – hihi. Allerdings hat es mich positiv überrascht, dass der äthiopische Kellner offen zugab, dass er meine Bestellung vergessen habe. DAS passiert eigentlich so gut wie nie.
Sonntag, 15.3.2009
Heute Morgen fuhr ich mit Stephi und den Kids zur Deutschen Gemeinde. Der Gottesdienst hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Gemeinde wurde ermutigt, nach vorne zu kommen, um ein Teelicht zu entzünden, für eine Person/ Personen, die wir in unser Gebet einschließen wollen. Ich habe sofort an unseren Freiwilligen in Südafrika gedacht, der einen sehr schweren Unfall gehabt hat. Ich habe ein Licht für ihn entzündet und darum gebeten, dass alles gut verheilt und dass er seinem Aufenthalt am Ende trotzdem die positiven Seiten abgewinnen kann. Nach dem Gottesdienst ging ich noch mit zu Martin (Pastor), da er mir noch eine Datei eines Vortrages zukommen lassen wollte. Wir unterhielten uns eine ganze Weile. Es war sehr nett. Anschließend fuhr ich mit Stephi, Susanne, Philip und den Kids in ein anderes deutsches Restaurant – ein Griff ins Klo… Naja. Wieder eine Erfahrung reicher. Wir fuhren noch zu Bruno’s…, einer sehr guten Eisdiele, in der man das Eis auch unbesorgt essen kann. Im Anschluss daran fuhren wir noch mit zu Susanne und Philip. Die Kids spielten und wir unterhielten uns. Zwischendurch musste ich mit den Kids auf der „Zaubertafel“ malen. Es war ein sehr schöner Tag! Abends aß ich mit Silke Suppe und wir tauschten unsere Fotos von Arba Minch.
Montag, 16.3.2009
Heute Vormittag fuhr ich mit Christel verschiedene Dinge erledigen. ICH brauchte eigentlich nur dringend den Geldautomaten im Hilton…, aber Christel hatte noch mehr zu erledigen. So fuhren wir u.a. zu Mesret (?), einem Kinderladen (der Schweizer). Dort gibt es u.a. tolles Holzspielzeug. Zum Schluss fuhren wir zum Head office der EECMY. Christel war dort mit einer ehemaligen Kollegin aus Aira zum Essen verabredet. Es war sehr nett. In der Caféteria trafen wir Ephraim (einen äthiopischen Mitarbeiter der Mission). Nachdem wir gegessen hatten, stattete ich unserem Kollegen Henning einen kurzen Besuch in seinem Büro ab. Nachmittags spielte ich mit den Kids auf dem compound und abends kochte ich mit Silke.
Dienstag, 17.3.2009
Heute Vormittag fuhren wir alle (alle Mitarbeiter) zu einem Straßenkinderprojekt „Win souls for good“.
Dienstag 17.3. – Donnerstag, 19.3.2009
In Addis fand von Di bis Do eine Fortbildung (zu verschiedenen Themen) für alle Mitarbeitenden statt.
Nur ich konnte nach dem Besuch des ersten Projektes nicht weiter daran teilnehmen. Warum? Nun ja, ich schaffte es, am Dienstagvormittag, mich selbst auszuknocken…. Beim Einsteigen in einen Landcruiser (hinten) stieß ich mir an einem Metallhaken den Kopf. Nein, keine Platzwunde, dennoch ließ ich mich ein paar Stunden – und nach Einnahme mehrerer Paracetamol – von einem äthiopischen Mitarbeiter abholen und verbrachte
den Rest der Fortbildung fast ausschließlich im Bett (von kleinen Wechseln zum Sofa, zum Bad und wieder zurück abgesehen. Christel und die Schwedin, die auf dem compound zu Gast war, guckten mit mir das Mama Mia Video. Total lieb. Silke leistete mir ganz viel Gesellschaft und Stephi versorgte mich ganz liebevoll, u.a. mit Abendessen und sah regelmäßig nach mir. Aber auch die anderen Kollegen und Kolleginnen sahen oft nach mir. Total nett. Donnerstag ging es soweit schon ganz gut, allerdings hatte ich tierische Rückenschmerzen, vom Liegen… . Abends ging ich mit Silke in das nahe gelegene Restaurant, um ihren Abschied zu feiern.
Freitag, 20.3.2009
Pünktlich zum Wochenende ging es mir Pünktlich zum Wochenende ging es mir zum Glück wieder so gut, dass ich entschied, noch bis So in Addis zu bleiben. Heute Morgen fuhr ich mit den Kids zur Botschaftsschule. Nachmittags spielte ich ein bisschen mit Nora, dann fuhr ich mit dem Taxi ins Hilton, um meinen Osterurlaub zu buchen (zumindest die Flüge).
So kam es dann auch, dass ich meinen ersten so richtigen Stromausfall in Addis mitbekam
.
Aber wir sind ja schon Meister in der Improvisation, so dass das
geplante Raclette-Essen trotzdem stattfand: In einer großen Pfanne, auf dem Gasherd
. Ich las den Kids eine Gute-Nacht-Geschichte vor.
Nachdem wir noch eine ganze Weile bei Stephi und Thorsten gesessen und gequatscht hatten, gingen Silke und ich dann irgendwann, um ihre Sachen zu Ende zu packen. Christel und ich wollten sie und Kantelhardts gegen 1 Uhr zum Flughafen bringen.
Das klappte soweit auch alles ziemlich gut, bis auf die Tatsache, dass Silke Übergepäck zahlen musste und die Beamten keine ETB akzeptierten (da sie keinen Bankbeleg hatte und auch schwarz getauscht haben könnte). Zum Glück konnte sie sich von Eva und Jan Euro leihen. Eva hatte das Problem, dass Nora (ihr Kind) nicht auf der Flugliste stand. Aber das ließ sich zum Glück schnell klären.
Gegen 3 Uhr waren Christel und ich wieder auf dem compound.
Samstag, 21.3.2009
Als mein Wecker um 8 Uhr klingelte, war mir so gar nicht nach Aufstehen. Ich schaltete ihn aus und drehte mich noch einmal um. Gegen 9.30 Uhr stand ich dann auf. Ich telefonierte mit Katrin und Jens und entschied mich, noch kurz beim Umzug zu helfen, bevor ich nachmittags auf die drei Jungs aufpassen wollte. Ich kam gegen 11.30 Uhr bei Katrin an und wir packten ein paar Sachen ein. Als Jens von der ersten Fuhre kam, beluden wir das Auto neu und fuhren dann zum neuen Haus. Anschließend fuhren wir zum Türken und holten Döner. Von dort aus fuhren wir nach Gulele, da ich ja zurück musste, denn Stephi und Thorsten hatten einen Termin am anderen Ende der Stadt. Unpraktisch, dass wir in einen Stau gerieten und das Netzwerk mal wieder nicht funktionierte. Irgendwann schafften Stephi und ich es dann zu telefonieren, so dass sie ihren Termin eine halbe Stunde nach hinten verlegten. Wie unangenehm, wir sind rechtzeitig losgefahren. Naja. Hier in Äthiopien spielt das aber zum Glück kaum eine Rolle und somit sahen Thorsten und Stephi das wesentlich lockerer als ich selbst… . Nachdem ich Jeri aus seinem Bettchen geholt und gefüttert hatte, las ich den großen Jungs eine Geschichte vor und spielte danach mit Jeri und den großen Jungs draußen. Jonah und Joel waren so lieb. Selbst als Jeri beim „Fang den Hut“ ständig die Hütchen klaute, brachte sie das nicht aus der Ruhe. Ohne Kommentar räumten sie auf das Kinderzimmer und Wohnzimmer auf als ich sie darum bat und machten sich nachtfertig. Ich erlaubte ihnen einen Film auf DVD zu gucken, bis Stephi und Thorsten wiederkamen. Das hatten sie sich wirklich verdient. Ich machte Jeri soweit fertig und als Stephi und Thorsten kamen, brauchten die Kids nur noch zu essen. Gegen 20 Uhr fuhren Stephi, Thorsten und ich dann zu Katrins und Jens‘ neuem Haus, bevor wir zum Koreaner wollten. Auf dem Weg vom neuen Haus zum Restaurant holten wir uns einen Platten, so dass wir in der Nebenstraße von Katrin und Jens mit zwei Handyleuchten den Reifen wechselten. Das Essen beim Koreaner war sehr lecker!
Sonntag, 22.3.2009
Heute fuhr ich dann mit dem zuverlässigen, komfortablen und sicheren public transport zurück nach Hossana. Nach der ersten Viertelstunde mussten wir den Bus wechseln, da ein Motorschaden vorlag. Ging auch recht zügig. Einmal kam dann der Bus etwas zu weit nach rechts, dass wir fast im Graben landeten und eine Vollbremsung (Schafe, Esel oder Rinder auf der Fahrbahn) riss mich aus dem Schlaf. Ansonsten verlief die Fahrt ohne weitere Vorkommnisse (eigentlich selten, dass eine Fahrt im public transport ohne Reifenwechsel erfolgt).
Endlich in Hossana angekommen, freute ich mich – durchgeschwitzt wie ich war- auf eine schöne Dusche. Zu früh gefreut! Seit Freitag gab es bei uns tagsüber kein
fließendes Wasser. Franz riet mir, einen Eimer unter den Wasserhahn zu stellen und den Hahn über Nacht offen zu lassen, es könne sein, dass sie zwischendurch mal aufdrehen. Gesagt-getan. Und siehe da: Gegen 20 Uhr gab es für eine halbe Stunde Wasser. Es reichte, um meine Eimer und meine Badewanne volllaufen zu lassen, der Druck war zum Duschen allerdings viel zu gering. Naja. Immerhin.
Bevor ich meine Sachen von Ritters abholte, wollte ich noch ein kurzes Telefonat führen… und wurde beim Abheben des Hörers von der mir bereits (seit Silvester) so vertrauten amharisch sprechenden Frauenstimme begrüßt, die mir mitteilte, dass ich meine Telefonrechnung nicht bezahlt hätte… Abgeschottet von der Außenwelt
(Internet ging folglich auch nicht) und ohne fließendes Wasser entschied ich mich dazu einen Film anzusehen. Immerhin wurde nicht auch noch der Strom abgeschaltet
.
Montag, 23.3.2009
Seit ein paar Stunden läuft das Wasser (vorübergehend) wieder und seit heute Mittag bin ich auch wieder mit der Außenwelt verbunden. Was los war? Keine Ahnung. Ich hatte noch keine Zeit, zum telecommunication office zu gehen, als mein Telefon einmal klingelte. Als ich den Hörer abnahm, erklang ein Freizeichen.
Die Telekom ist ein Mysterium für sich, die Begründung brauche ich gar nicht, Hauptsache, es funktioniert wieder
.
Heute Abend musste ich aus gegebenem Anlass mal mit Insa telefonieren.
Dienstag, 24.3.2009
Heute ging ich nach der Schule zur deaf school. Was ich dort erlebte, könnt ihr unter „deaf school“ meine Erlebnisse nachlesen. Es war ein sehr netter Nachmittag.
Abends sah ich dann noch einen Film und schrieb ein paar E-Mails.
Mittwoch, 25.3.2009
Heute Nach der Schule Mittagessen bei Ritters, anschließend deaf school (siehe im Menu).
Nach der deaf school ging ich mit Outi und Katja (Finninnen) und unserem co-worker zum „Sport-Hotel“ und tranken dort einen Kaffee mit einem Freund von ihm. Anschließend gingen wir ferenjis noch zur Post und Obstkaufen. Es gab sogar Ananas in Hossana. Wir tranken einen Avocado-Papaysa- bzw. Papaya-Mango-Saft und fuhren anschließend mit dem Dreiradtaxi zur Synode. Es war mittlerweile schon 18.45 Uhr. Ich schaute kurz bei Franz vorbei und las dann noch eine Weile und füllte meine Wasservorräte auf. Morgen ist wieder ein Tag X.
Donnerstag, 26.3.2009
Um 5.30 Uhr wurde der Strom abgestellt und somit lief auch das Wasser nicht. Nach dem Unterricht legte ich mich hin, da ich tierische Unterleibschmerzen hatte. Gegen 18 Uhr kam Franz vorbei, um Wasser (auf meinem GAS-Herd) zu kochen. Er blieb bis 20 Uhr. Dann rief ich Katrin in Addis an und später bekam ich dann noch einen Anruf meiner Eltern. Gegen 22 Uhr wurde der Strom wieder angestellt. Ich rief meine Mails ab und ging dann auch bald ins Bett.
Freitag, 27.3.2009
Heute schrieb ich nach der Schule ein paar Bewerbungen, las, lud Fotos hoch und schaute abends einen Film.
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