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Kaffeeanbau

Äthiopien ist die Urheimat des Kaffees. Im Südwesten des Landes, in der Provinz Kaffa, findet man noch heute wilden Kaffee, in einzigartiger Vielfalt. Dort, so erzählt die Legende, wuchsen inmitten der schattigen Bergwälder auf den Hochebenen die ersten Kaffeesträucher. Von dem kleinen Fleckchen Togola aus, nur rund zehn Kilometer von der Provinzhauptstadt Bonga entfernt, soll sich der pechschwarze „Bunna“ über die ganze Welt verteilt haben. Bunna, so heißt Kaffee auf ampharisch.

In den vergangenen 30 Jahren sind 60 Prozent der äthiopischen Wälder verschwunden. Äthiopien steht synonym für Dürren und Hungerkatastrophen. Doch inzwischen gibt es auch zahlreiche Projekte zum Schutz des wilden Kaffees in Äthiopien.

Wild wachsende und kultivierte Kaffeesträucher bedecken eine Fläche von schätzungsweise 400.000 Hektar in Äthiopien. Reinen, hochwertigen Wildkaffee zu erzeugen, ist nicht einfach. Je nach Quelle stammen 5 bis 10 Prozent des äthiopischen Kaffees aus Wildwuchs. Weitaus häufiger, nämlich zu 35 Prozent, ist der so genannte Semi Forest Kaffee zu finden.
Weil der Wald für die wilden, bereits bestehenden und die nachträglich gepflanzten Kaffeesträucher leicht gelichtet wird, sind hochwertige Qualitäten bei dieser Anbaumethode leichter zu erzielen. Dennoch bleibt das Potential des Primärwaldes weitgehend erhalten und auf Düngung wird komplett verzichtet. Vielen äthiopischen Bauern sichert der Semi Forest Kaffee inzwischen ihr Haupteinkommen. National gesehen stammen etwas 60 Prozent aller äthiopischen Exporteinnahmen aus dem Kaffeegeschäft.(Quelle:http://www.nurnatur.de/information/index.php?inhalt=kaffee_aethiopien)

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